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8. August 2009

DER 15. ISCHGLER IRONBIKE ZEIGTE KEINE GNADE FÜR DIE MOUNTAINBIKER-WADE

Der Wettkampf um Ruhm, Ehre und insgesamt 20.000 Euro Preisgeld ist geschlagen! Am Start war alles was in der Mountainbikeszene Rang und Namen hat. Erwähnt sei hier nur der Ex-Weltmeister Bart Brentjens aus den Niederlanden, der auf Grund einer Handverletzung lediglich die mittlere Runde in Angriff nehmen konnte. Massimo de Bertolis aus Italien erringt beim schwersten Mountainbike-Rennen des Jahres den Sieg. Viel Action war auch am Vortag beim rasanten „Ischgl Palio", einem Sprintrennen, wo die Stars hautnah an den Zuschauer vorbeirasen. Als Special Showact sorgte der amtierende MTB-Trial Weltmeisters Thomas Öhler mit seiner spektakulären Show für Aufsehen.

Beim 15. Ischgl Ironbike, Europas höchstdotiertem Mountainbike-Marathon, gingen am 8. August in der Silvretta Mountainbike Arena knapp 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start. Drei Strecken unterschiedlicher Länge sorgten für maßgeschneiderte Herausforderung an die TeilnehmerInnen und für dreifache Spannung bei den Zusehern. Die „kleine Runde" mit 27 Kilometern Streckenlänge und 700 Höhenmetern war für ambitionierte Hobbybiker zu schaffen, die Wettkampfatmosphäre schnuppern wollten. Auf der mittleren Runde ging es schon richtig zur Sache: Der Anstieg zur Idalpe war steil und kräftezehrend, die weitere Auffahrt bis zur Vellilscharte verlangte selbst gut trainierten Bikern alles ab. Die Abfahrt durch das Velliltal war die Belohnung. Der von Mountainbike-Legende Hans Rey entworfene Trail, ließ alle Anstrengungen vergessen: 1.200 Höhenmeter pures Glücksgefühl bis ins Ziel. Die mittlere Runde in Zahlen: 48 Kilometer und 2.050 Höhenmeter. Auf der klassischen Ironbike-Strecke machte nach dem langen Aufstieg, ein atemberaubender Downhill Single-Trail die Strecke noch anspruchsvoller und interessanter. Die dritte Runde forderte, mit 79 Kilometern und 3.820 Höhenmetern, alle Kräfte. Nicht von ungefähr heißt es Ischgl Ironbike!

Selbstverständlich ließen sich die Bike Profis aus Zwickau dieses Event nicht entgehen und nutzen das Mountainbikerevier um Ischgl und Samnaun um sich und das Material ausgiebig zu testen. Am Start waren Jürgen (Hai SLEEK, Sram X-0 Mod.2010), Henri (Merida FLX 900 Carbon XTR), Lars (Merida 96 XT-Ausführung), Stefan (Centurion Hydro XT) und Heiko (Hai light X-0). Auch im Bereich der Bremsen und Reifen kamen die vielfältigsten Varianten zum Einsatz. Währen im Reifensektor auf Schwalbe (Nobby Nick, Rocket Ron und Racing Ralph) und Continental (MountainKing) zurückgegriffen wurde waren bei den Bremsen Magura (Marta SL), Shimano (XT und XTR) sowie Formula Oro (K24) montiert.  Alle eingesetzten Räder und Komponenten wussten voll zu überzeugen. Nicht ein einziger Defekt stoppte uns beim Ischgl Ironbike. Lediglich Heiko musste kurzzeitig mit der rauen Bergwelt Kontakt aufnehmen, was allerdings an einem klassischen Fahrfehler lag. Der Wetterbericht verhieß für den Wettkampftag ein wechselhaftes Wetter. Von Sonnenschein bis hin zu heftigen Gewittern war die Rede. Umso glücklicher waren wir, das die schweren Gewitter doch irgendwie an Ischgl vorbeigezogen sind. Henri schaffte den letzten Anstieg sogar noch im Trockenen, während sich der Rest gemeinsam über den Kurs kämpfte und schon am Anstieg in Samnaun ordentlich eingeweicht wurde. Die Mountainbikes im äußerst klebrigen Schlamm nach oben zu schleppend (es gab sogar eine offizielle Schiebestrecke, die selbst die Profis nicht fahrend schafften), machte den IRONBIKE nicht einfacher, denn selbst ohne Regen bietet der Ironbike alles auf, was das Mountainbikerherz höherschlagen lässt. Nach einer „gemütlichen“ Einführungsrunde von Ischgl über die Lareinalm nach Galtür und wieder zurück nach Ischgl (nur 27 Km &  755 Hm) wartet der direkte Anstieg zur Idalpe, danach eine steile Auffahrt über das Idjoch zum Greitspitz. Der darauf folgenden atemberaubenden Single-Trails und Panoramen auf dem Greitspitz- und Salaaser-Trail lassen einen aber die Schmerzen des Aufstieges glatt vergessen, hinunter nach Laret und Samnaun, wohl wissend, das jeder Höhenmeter bergab auch wieder nach oben gekämpft werden muss. Von dort über das Zeblasjoch, Palinkopf und den Höllboden wieder zurück nach Ischgl. Der Regen hatte die Abfahrt schön eingeweicht und machte sie zu einer interessanten Rutschpartie, wie man sie dort nur vom Winter her kennt. Aber auch unter diesen Extrembedingungen wussten Bremsen und vor allem die Reifen zu überzeugen. Insgesamt bietet diese Tour, für manche auch eine Tortour,  79 km & 3.820 Hm.                                                                                         Steil, anspruchsvoll, hochalpin - nicht umsonst heißt es Ischgl Ironbike!                                            Bei all der Quälerei stand für unsere Jungs allerdings Eins fest.
 
Der 16. Ischgl Ironbike findet am 7. August 2010 statt!

Ein großer Dank gilt hier noch mal an unsere Susi, die uns in den schweren Minuten anfeuerte und uns mit Rat und Tat bei der Vorbereitung und Durchführung unterstütze.

Die Fotos von uns und unserem Material findet ihr demnächst in der Bildergalerie

 


 

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